Drei Kilogramm fliegen durch die Luft, werden geworfen, gefangen, abgelegt.
Drei Kilogramm mal viertausend.
Zwölftausend Kilogramm Lehm und Sand.
Bei jeder Berührung dringt eine sengende Hitze durch Handschuhe. Hände die brennen. Fußsohlen die brennen, von der Glut im Inneren. Schweiß tropft auf den Lehm und verdunstet augenblicklich. Schweiß von der Stirn, den Armen, von überall. Viertausendmal bücken, werfen, fangen, aufladen, bücken, werfen, fangen und stapeln.
Viertausendmal für einen Raum, drei neue Wände, neun Fenster, eine Türe.
Viertausendmal frisch gebrannte Tijolos (Lehmziegel).
Fünfzig Meter weiter baut Manuel Majute mit einer Harke, Schlag um Schlag Lehm und Sand an verlassenen Termitenhügeln ab.
Mit Brunnenwasser werden die frischen Ziegel geformt und in der Sonne getrocknet und zu großen Ofen gestapelt und gebrannt werden.  Fünf Tage brennen in den drei Kammern des neuen aufgeschichteten Ofens Feuer. Dann kann der Lehmverputz abgekratzt und die noch heißen Ziegel verladen werden.
Im März 2019 trifft der Zyklon Idai die mosambikanischen Küste und zieht landeinwärts durch Mosambik, Malawi und Simbabwe. Mehr als 1000 Menschen hat Idai in Mosambik das Leben gekostet, etwa 1,8 Millionen Menschen haben ihre Existenzgrundlagen verloren. Alleine in der mosambikanischen Provinz Sofala wurden mehr als 3000 Schulen zerstört.
Manuel Chinave und Josef Matheus setzt den ersten Stein der neuen Reihe.
Eine Reihe von vielen die noch fehlen. Das neue Schulgebäude soll mit seinen neun Räumen Platz für die rund 320 Schüler_innen in Sovim bieten. Seit August 2019 wird nun an dem neuen Schuldgebäude der EPC Eduardo Mondlane in Sovim im Distrikt Nhamatanda gebaut.
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